Fortbildungen zur Prävention sexualisierter Gewalt

Alle Haupt- und Ehrernamtlichen, die sich im Bistum Hildesheim engagieren und Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, müssen Schulungen zur Prävention sexueller Gewalt besuchen. Für ehrenamtlich Engagierte ist eine Tagesveranstaltung über sechs Stunden Pflicht. Dabei sollen keine Hürden für ehrenamtliche Arbeit in den Gemeinden aufgebaut werden, sondern die Schulungen sollen vielmehr die ehrenamtliche Arbeit unterstützen.

Die Schulungen sollen erreichen, dass die Wahrnehmung derjenigen geschärft wird, die Gruppen leiten, Katecheten sind oder eine der vielen anderen Aufgaben in der Kirche übernommen haben. Nur so kann Missbrauch aufgedeckt und auch verhindert werden.

„Wissen erzeugt Macht“, sagt Jutta Menkhaus-Vollmer, die Präventionsbeauftragte des Bistums. Wer in der Lage ist, Missbrauchshandlungen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu benennen, macht es Tätern schwer. Die Teilnehmenden profitieren nicht nur in der Kirche von ihrem Wissen, sondern tragen es auch in ihre Familien und in ihr gesellschaftliches Umfeld weiter. Die Hauptamtlichen dürfen wählen, ob sie die Fortbildung an ihrem Dienstort besuchen oder die Anonymität einer Gruppe in einer anderen Stadt vorziehen.

Die Präventionsschulungen haben u.a. folgende Ziele:

  • sensibilieren für das Thema,
  • erkennen, wenn etwas nicht stimmt,
  • einen Handlungsplan haben,
  • sich selbst damit auseinandersetzen und eigene Unterstützung holen,
  • die Räume, die die Kirche in den Gemeinden bietet, sicher zu machen,
  • potentielle Täter/innen abzuschrecken,
  • Kinder und Jugendliche zu schützen.

Dazu wird das eigene Verhältnis zu Nähe und Distanz reflektiert. Außerdem werden Strukturen der eigenen Einrichtung hinterfragt, die Missbrauch befördern könnten. Die Präventionsordnung gibt klare Regeln an die Hand: So ist es zum Beispiel nicht gestattet, Kinder oder Jugendliche bei sich übernachten zu lassen. Alle Mitarbeitenden müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen inklusive einer Selbstauskunft, in der sie versichern, nicht wegen Missbrauchsdelikten verurteilt zu sein.

Anmeldung

Anmeldungen für die Fortbildungsveranstaltungen nimmt die Fachstelle Prävention von sexuellem Missbrauch und zur Stärkung des Kindes- und Jugendwohles entgegen:

Sabine Philipps, Tel. 05121 17915-59
Patricia Thiele, Tel. 05121 17915-65
E-Mail: praevention(ät)bistum-hildesheim.de

Eine Online-Anmeldung ist außerdem über die Homepage möglich unter der Rubrik Fortbildungen / Ehrenamtliche (www.praevention.bistum-hildesheim.de).

Jutta Menkhaus-Vollmer Portrait

Die Präventionsbeauftragte im Bistum Hildesheim ist persönlich erreichbar:
Jutta Menkhaus-Vollmer
Tel. 05121 17915 61
E-Mail jutta.menkhaus@bistum-hildesheim.de