Besuch im Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter in Grone

Eine Gruppe mehrerer Gemeindereferentinnen und ein Gemeindereferent aus den Dekanaten der Südregion im Bistum Hildesheim haben vor Kurzem das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter in Göttingen-Grone besichtigt. Sie informierten sich vor Ort über die Arbeit in der Einrichtung. 

Das Hospiz, das von der DRK-Schwesternschaft Georgia-Augusta betrieben wird, wurde vor knapp einem Jahr eröffnet. Im Gespräch mit Gabriele Pfahlert, stellvertretende Geschäftsführerin und Pflegedienstleiterin Simone Mascher erfuhren die Teilnehmerinnen und der Teilnehmer, dass Familien mit Kindern, die lebensverkürzende Krankheiten haben, bis zu 28 Tage im Jahr ins Hospiz kommen können. Ziel des Aufenthaltes im Hospiz sei es, den Familien eine Entlastung zu ihrem Alltag anzubieten. Die 28 Tage sind der gesetzliche Anspruch, den die Familien auf diese Entlastung haben. „Bei uns wird nicht nur das erkrankte Kind, sondern die gesamte Familie mit Geschwisterkindern aufgenommen“, berichten Pfahlert und Mascher.

In der Einrichtung in Grone sind der Bereich für die erkrankten Kinder- und Jugendlichen sowie der Bereich für die Angehörigen voneinander getrennt, so dass insbesondere die Eltern eine Erholung von ihrem sonst schwierigen Alltag erfahren können. Für das Team von Sternenlichter gehört dazu auch, dass den Gästen der Einrichtung ein frisch gekochtes Mittagessen serviert wird. Hierfür wurde eine hochwertige Küche eingebaut. Im Bereich für die Angehörigen gibt es zudem eine kleine Küchenzeile, wo sie sich beispielsweise mal einen Tee kochen, oder aber auch eigene kleine Mahlzeiten kochen können, dies erklärte Simone Mascher während der Führung durch das Gebäude.

Das Kinder- und Jugendhospiz Sternenlichter ist auf Spenden angewiesen, denn Kinder- und Jugendhospize arbeiten spendenbasiert. In der Einrichtung in Grone, die das dritte Kinder- und Jugendhospiz in Niedersachsen ist, gibt es insgesamt zwölf Plätze für Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre. Allerdings können derzeit noch nicht alle zwölf Plätze belegt werden. Für den Aufenthalt der Familien im Hospiz gibt es einen Tagessatz, den das Hospiz mit den Krankenkassen ausgehandelt hat. „Dieser deckt aber nicht alle Kosten, so dass wir als Träger einen Teil der Kosten tragen müssen“, berichtete Pfahlert. Zu den Angeboten, die die Gäste während ihrer Zeit in Grone in Anspruch nehmen können, gehören unter anderem Musikangebote, die eine Musiktherapeutin anbietet. „Wir sind mit dem ersten Jahr, das bald rum ist, sehr zufrieden. Es ist gut angelaufen und mehrere Familien waren bereits mehrfach bei uns zu Gast“, so die Verantwortlichen.

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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