Festmesse zu 70 Jahre St. Norbert in Friedland

Kirche hat eine besondere Bedeutung

70 Jahre katholische Kirche St. Norbert in Friedland. Dieses besondere Datum wurde am 3. Advent (14. Dezember 2025) in Friedland gefeiert. Nach einer Festmesse in der Kirche gab es anschließend noch einen Empfang im benachbarten Caritas-Saal.

Die Kirchweihe von St. Norbert erfolgte am 18. Dezember 1955. In seiner Begrüßung zu Beginn der Festmesse erinnerte Dechant Wigbert Schwarze auch daran, dass in diesem Jahr in Friedland zudem 80 Jahre Caritas und 60 Jahre Kindertagesstätte gefeiert werden können. Zudem betonte er, dass St. Norbert in einem Zusammenhang zum Grenzdurchgangslager stehe. In seiner Predigt ging Schwarze auf drei Punkte ein. Zunächst einmal auf den Advent. „Der Advent ist eine Zeit höchster Erwartung“, sagte er. Die Menschen wollten gern alles in größter Harmonie haben. In dieser Zeit sei auch die Menschwerdung Gottes ein zentrales Thema. Für die Kirche St. Norbert, die eine besondere Bedeutung habe, sei es wichtig, dass sie für Menschen, die beten wollen, offenstehe. Als zweiten Punkt sprach Schwarze an: „Wozu ist Kirche da?“. Hierbei sei neben Liturgie und Verkündigung wichtig, dass Kirche bei den Menschen ist. Als letzten Punkt nannte Dechant Wigbert Schwarze Frieden. „Frieden ist das wichtigste auf der Welt“, erklärte Schwarze. Doch derzeit sei der Frieden sehr gefährdet. Um ein Zeichen für den Frieden zu setzen, wurde während der Messe das Friedenslicht aus Bethlehem an die Gläubigen verteilt. 
Für die musikalische Gestaltung der Festmesse sorgte der ökumenische Singkreis Maria Frieden/St. Martin. Brita Uschkurat vom Pastoralrat der Pfarrei Maria Königin des Friedens, zu der St. Norbert gehört, freute sich, dass zahlreiche Menschen gekommen waren, um gemeinsamen 70 Jahre St. Norbert zu feiern. Einen besonderen Dank sprach sie dem Chor aus. Sie sagte außerdem, dass der Glaube gerade in diesen Zeiten ein wichtiger Bestandteil des Lebens sei. Jürgen Bömeke überbrachte die Glückwünsche des Gemeindeleitungsteams von Maria Frieden in Geismar. Er dankte allen, die in den vergangenen 70 Jahren für die Kirche in Friedland Verantwortung übernommen haben. „St. Norbert ist mehr als Geschichte. Es ist ein Ort der Begegnung und als Bestandteil der Pfarrei Maria Königin des Friedens Teil einer größeren Gemeinschaft“, sagte Bömeke. Er wünsche sich, dass St. Norbert weiter ein Ort sei, wo die Botschaft Gottes lebendig werde. Zum Ende der Messe betonte Dechant Wigbert Schwarze noch einmal, wie wichtig es ist, dass in Friedland sowohl von katholischer Seite als auch der Inneren Mission im Grenzdurchgangslager sowie den Verantwortlichen im Grenzdurchgangslager an einem Strang gezogen werde. 
Beim Empfang im Caritas-Saal überreichte Jürgen Bömeke dem Gemeindeleitungsteam von St. Norbert einen sogenannten Notfallkorb, der unter anderem mit Kaffee und Süßigkeiten gefüllt war, für lange Sitzungstermine. Für die Gemeinde Friedland überbrachte Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs die Glückwünsche. „Wir müssen uns wieder mehr um die Seele der Menschen kümmern. Ich bin dankbar, dass die Aufgabe von Seiten der Kirche übernommen wird“, sagte er. Weitere Glückwünsche zu 70 Jahre Kirche St. Norbert in Friedland überbrachten Pastor Torsten-Wilhelm Wiegmann, Geschäftsführer der Inneren Mission im Grenzdurchgangslager Friedland, Doria Magnus vom Kirchenvorstand der evangelischen Kirche in Friedland und der Leiter des Grenzdurchgangslagers, Klaus Siems.
 

Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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