Präsenz an den Unis soll verstärkt werden
Interview mit Ximena Ordóñez und Ricardo Wickert
Seit etwas mehr als einem Monat haben Ximena Ordóñez und Ricardo Wickert die Leitung der katholischen Hochschulgemeinde Göttingen (khg) übernommen. Im Amt sind beide bereits seit 1. November. In den ersten Wochen erfolgten die Einarbeitung und die Übergabe der Leitung des langjährigen Leiters Peter-Paul König.
„Unser Einstieg war ein besonderer, dadurch, dass Peter-Paul König noch da war. Dadurch konnte Ricardo ankommen und wir hatten Zeit, uns kennenzulernen“, berichtet Ximena Ordóñez. Sie ist bereits seit 15 Jahren in der khg tätig. Ihre Aufgabe war die Betreuung internationaler Studierender. Diese Aufgabe übernimmt sie derzeit auch weiterhin neben ihren Leitungsaufgaben. Ricardo Wickert hingegen ist neu im Team der khg. In den vergangenen Jahren war er Dekanatsreferent im Dekanat Göttingen. In den Wochen bis zum 1. Dezember habe es mehrere Treffen für die Übergabe gegeben und vieles habe im Zeichen dessen gestanden, Peter-Paul König einen würdigen Abschied zu gestalten. „Wir wollten Gutes auch gut abschließen“, sagt Ordóñez.
Insofern sei der 1. Dezember für das neue Leitungsteam dann ein nochmaliger Neustart gewesen. „Für mich war es auch etwas sehr Schönes, dass unsere Einführung am ersten Advent und somit mit dem Start des liturgischen Jahres erfolgte“, sagt Ordóñez. Allgemein sei der Dezember ein sehr spiritueller Monat gewesen. „Wir sind jetzt angekommen und starten mit einem klaren Kopf ins neue Jahr“, so Ordóñez. Sie sei zuversichtlich, dass die Arbeit gut gelingen wird. Für Ricardo Wickert stand im November nicht nur der Start in der khg an, sondern auch der Abschied aus dem Dekanat Göttingen. Für ihn sei es gut gewesen, Peter-Paul König in den ersten Wochen noch an der Seite zu haben. „Dass Ximena und ich als Doppelspitze eingesetzt wurden, war überraschend. Wir sehen es aber als eine Bereicherung an, unsere Stärken miteinander zu koppeln“, erklärt Wickert. Gerade die ersten Wochen seien für ihn herausfordernd gewesen, weil es für ihn viel Neues gegeben habe. So habe er nicht nur die khg, sondern auch viele Kooperationspartner kennengelernt. „Zudem habe ich bereits erste Aufgaben übernommen“, sagt er.
Das neue Führungsduo sei noch dabei, sich in seiner neuen Rolle einzufinden. Hierzu gebe es unter anderem regelmäßige Gespräche. Für die gemeinsame Arbeit gebe es bereits erste Ideen und Vorstellungen. „Wir wollen auch neue Dinge ausprobieren“, sagt Ricardo Wickert. Neben den Leitungsaufgaben möchte er im nächsten Semester gern auch einzelne Programmpunkte übernehmen. Und auch Ximena Ordóñez ist es wichtig, weiterhin nah an den Studierenden dran zu sein. „Pastorale Arbeit macht man nicht im Büro. Diese erfolgt bei und unter den Menschen“, sagt sie. Sowohl Ordóñez als auch Wickert betonen immer wieder, dass für den Erfolg der khg nicht nur die Leitung, sondern das gesamte Team verantwortlich ist.
Das Programm für das kommende Semester wird in der Zeit von Mitte Februar bis Anfang April erstellt. „Wir nutzen die vorlesungsfreie Zeit, um uns auf das neue Semester vorzubereiten“, berichtet Ximena Ordóñez. In dieser Zeit würden dann auch die Referenten für verschiedene Programmpunkte angefragt. „Es ist eine große Leistung, dass das Team das Programm in dieser kurzen Zeit zusammenstellt“, sagt sie. Beteiligt an der Programmgestaltung sind auch der Gemeinderat der khg, und das Plenum der aktiven Studierenden und Gruppen in der khg.
Dem neuen Leitungstandem ist wichtig, dass die khg auch weiterhin ein offener Ort ist, an den die Menschen kommen können. Für viele Studierende sei die khg in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Heimat geworden. Damit die khg noch bekannter wird, soll zukünftig die Präsenz an den Unis verstärkt werden. „Wir möchten dort sein, wo die Studierenden sind, mit ihnen ins Gespräch kommen und gemeinsam mit ihnen entwickeln, was die khg ist“, berichten Ximena Ordóñez und Ricardo Wickert.





