Segenszeit in den Kitas
Sogenannte Segenszeiten sind in den katholischen Kindertagesstätten im Dekanat Göttingen ein fester Bestandteil. In dieser Zeit erfahren die Mädchen und Jungen, kindgerecht aufbereitet, etwas über das Leben von Jesus. Die Gestaltung der Segenszeiten übernehmen dabei entweder ehrenamtliche Engagierte, Erzieherinnen und Erzieher oder Gemeindereferentinnen wie Barbara Matusche.
Barbara Matusche ist in mehreren Kindertagesstätten des Dekanates für die Gestaltung der Segenszeit zuständig. Einmal im Monat ist sie für etwa eine halbe Stunde in der jeweiligen Einrichtung. In der Regel richtet sich das Thema der Segenszeit dabei nach dem Kirchenkalender. So stand Anfang Februar das Thema Maria Lichtmess im Mittelpunkt.
Zu Beginn der Segenszeit begrüßt die Gemeindereferentin erst einmal die Mädchen und Jungen und es wird gemeinsam ein Lied gesunken. Hierbei zeigt sich, dass die Kinder das Lied schon kennen, denn sie machen die zum Lied gehörenden Bewegungen mit. Zum Ruhigwerden gibt es dann eine Ruhephase mit geschlossenen Augen. Diese wird mit einem Schlag gegen eine Klangschale eingeleitet. Sobald der Schall des Gongschlages verhallt ist, dürfen die Mädchen und Jungen die Augen wieder öffnen.
Während der Segenszeit werden die Kinder von Matusche immer wieder mit einbezogen. So dürfen sie die sogenannte „Gestaltete Mitte“ mit aufbauen. Diesmal soll diese den Tempel von Jerusalem darstellen. Im Tempel treffen dann Simeon und Hanna auf Maria und Josef mit dem Jesuskind. Sowohl Simeon als auch Hanna dürfen im Tempel das Jesuskind in ihren Armen halten. Simeon, der auf den Heiland wartete, sagte zum Jesuskind: „Du bist der Heiland. Du bist das Licht der Welt“. Barbara Matusche erklärt den Mädchen und Jungen dann, dass die Geschichte 40 Tage nach Weihnachten, der Geburt Jesus, stattgefunden habe. Zudem berichtet sie, dass rund um diesen Tag auch der sogenannte Blasiussegen gespendet wird, der insbesondere vor Halskrankheiten schützen soll. Passend zu Maria Lichtmess werden dann zum Lied „Tragt in die Welt nun ein Licht“ noch Teelichter in einem Windlicht entzündet. Mit einem kurzen Gebet und einem Lied endet die Segenszeit.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit





