Eine Lichtspur des Friedens von der Geburtsgrotte in Bethlehem in die ganze Welt

Aussendungsfeier des Friedenslichtes aus Bethlehem in St. Michael am 3. Advent 2017

Um 10:55 Uhr hielt der ICE mit dem Friedenslicht in Göttingen. Pfadfinder der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) aus Göttingen, entzündeten an der Kerze, die kurz aus dem Zug gehalten wurde, ihre mitgebrachte Kerze und brachten diese direkt in die St. Michaels-Kirche, wo um 11:30 Uhr der Friedenslichtgottesdienst begann. Über 300 Menschen - darunter viele Pfadfinder aus der ganzen Region - nahmen an dem Gottesdienst teil. Diakon Martin Wirth, der auch Seelsorger ("Kurat") der Georgspfadfinder in Göttingen ist, legte die Bedeutung dieses Friedenslichtes für die Anwesenden aus:

"Wir Menschen brauchen Wegzeichen, die uns dabei helfen, auf einem guten Weg zu bleiben, oder ihn überhaupt erst zu finden und ggf. wieder zu finden. Wenn wir unaufmerksam durch das Leben gehen, kann es passieren, dass wir solche Wegzeichen übersehen. Manchmal stolpern wir auch über sie und zertreten sie dabei, sodass wir ihre Bedeutung nicht mehr erkennen können. Manchmal werden sie von Ignoranten bei Seite geschoben oder böswillig zerstört. Dann wird es schwierig, auf dem Weg zu bleiben, an das Ziel zu kommen. Mit dem Friedenslicht aus der Geburtsgrotte in Bethlehem wollen wir Pfadfinder uns und unsere Mitmenschen sensibel machen, für die Wegzeichen auf unseren Lebenswegen: Begegnungen, Ereignisse, Erfahrungen. Das Friedenslicht erzählt von Jesus Christus, der uns Menschen auf dem Weg zum Frieden führen möchte. Auf dem Weg zum Frieden braucht es Mut und Entschlossenheit, flinke Hände und flinke Füße, wache Augen und ein weites Herz. Auf dem Weg zum Frieden braucht es Menschen, die den Anfang machen, die mit Fantasie Neues ausprobieren."

Im Anschluss an den Gottesdienst brachten Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Friedenslicht weiter in Ortschaften, aus denen sie angereist waren, u.a. nach Duderstadt, Giboldehausen, Seesen, Herzberg und Osterode.