Geistlicher Impuls zum Fünften Fastensonntag

Was zeigt uns die Corona-Krise über unseren Weg zu Gott?

Das Evangelium und andere Texte für den heutigen Tag finden Sie in der Online-Kalender-Version des Schott-Messbuches der Erzabtei in Beuron.

 

Impuls nach Arturo Sosa SJ, Generaloberer der Gesellschaft Jesu

1. Zunächst einmal erkennen wir, dass wir eine einzige Menschheit sind. Jedes menschliche Wesen, jedes Volk, jede Kultur tragen zur menschlichen Vielfalt bei und sind Teil der einen, vielfältigen, reichen und voneinander abhängigen Menschheit auf ihrem Weg zu Gott.

2. Es zeigt sich, dass Heil möglich ist, wo wir uns bewusst werden, wie wichtig die Sorge um das Gemeinwohl ist, und wo wir unserer eigenen individuellen Verantwortung ernsthaft gerecht werden. Wir können nur als ein Leib heil werden. Getrennt, jede Person oder jedes Volk für sich allein, ist das unmöglich.

3. Es zeigt sich, dass es auf dem Weg zum Heil innerhalb unserer einen Menschheit keine Unterschiede von Alter, Rasse, Religion oder sozialem Status gibt. Jeder Einzelne von uns ist ein Teil davon, niemand wird außen vor gelassen, keiner von uns kann auf die anderen verzichten.

4. Es zeigt sich, dass Gottes Heil dort offenbar wird, wo wir gemeinsam unterwegs sein wollen. Wo wir um einander besorgt sind, wo wir uns gegenseitig helfen, Ängste und Befürchtungen zu überwinden, wo wir Maßnahmen und Opfer akzeptieren, die uns ermöglichen, zum Wohl aller beizutragen.

Wir wissen nicht, wie lang diese Wegstrecke sein wird und was danach kommt. Bitten wir also um Einsicht, den weiteren Weg zu erkennen, und um die Gnade, die wir brauchen, um ihn als Schwestern und Brüder zu gehen, in Solidarität mit der ganzen Menschheit und dem Planeten, auf dem wir leben.

Schauen Sie sich  die Videoansprache  von Pater Arturo Sosa  SJ vom 22. März 2020 im Original an.