Glaubenskurs mit Pater Schneider SJ beginnt im Januar

Einen neuen Glaubenskurs unter dem Motto „Was gehört zum (katholischen) Christ-Sein?“ bietet die Citykirche Sankt Michael ab Januar 2019 an.

Immer mittwochs geht es dann bis Ostern um Themen wie: „Vom Sinn des Lebens und wie man ihm auf die Spur kommt“ oder „Wie kann man im 21. Jahrhundert den christlichen Glauben denken und leben?“. Dabei stehen sachliche Informationen und Erfahrbarkeit des Glaubens im Mittelpunkt.

Dieses Seminar wendet sich vorrangig an Menschen, die sich mit grundlegenden Fragen des christlichen Glaubens beschäftigen, um sich taufen oder firmen zu lassen oder um in die katholische Kirche eintreten zu können.

  • Einführung im Januar 2019, dann bis Ostern jeden Mittwoch von 19.30 bis 21.30 Uhr 
  • Wochenende im Kloster  vom 15. bis 17. Februar
  • Information und notwendige Anmeldung bei
    Pater Theo Schneider SJ
    Telefon 0551 -54795-10/-12
    E-Mail: theo.schneider(ät)jesuiten.org 

Was gehört zum (katholischen) Christ-Sein?

Seit 2008 bietet die katholische Citykirche Sankt Michael einmal jährlich einen Glaubenskurs an. Der Kurs richtet sich an Menschen, die sich für die christlichen und katholischen Antworten auf die Fragen des Lebens interessieren. „Wir verstehen das Angebot als Orientierung in unübersichtlichen Zeiten“, sagt Dr. Jörg Bank vom Leitungsteam. Viele Gründe sich von der Kirche abzuwenden, seien nachvollziehbar, aber manche wirkten oft auch pauschal und zeitgeistig. Die Motive, sich der Kirche zuzuwenden, seien immer individuell und persönlich. „Die einen sind durch die finanzielle Unfähigkeit eines Bischofs verschreckt, die andere fasziniert vom römischen Bischof Franziskus und seiner mitreißenden Liebe zur Schöpfung", berichtet Bank.

Natürlich wird auch Kritik an der Kirche zugelassen, aber selbst die berechtigte Kritik hat wenig mit der persönlichen Glaubenssuche zu tun, hat Bank erfahren. Die wöchentlich stattfindenden Gespräche kreisen eher um die „fundamentale Fragen des Lebens“: „Warum sollte Gott eine Welt erschaffen, in der es so unchristlich zugeht? Was ist das christliche Menschenbild? Was geschieht, wenn wir sterben? Wie stellt sich das Christentum das Jenseits vor?“

Ein Wochenende im Kloster ist vorgesehen, sowie ein Besuch beim neuen Bischof in Hildesheim. Natürlich geht es um katholische Grundlagen, Aufbau der Messe, Sakramente, Kirchenjahr. „Wesentlich sind die ganz persönlichen Fragen der Teilnehmer: Was ist was im Kirchenraum? Wie kann ich beten? Wie wörtlich muss ich die Bibel nehmen?“ sagt Bank. „Der Wissensdurst ist immer enorm. Wir wollen keine Mission oder Apologie betreiben. Wir bieten eine geistliche Willkommenskultur für die, die eine christliche Heimat suchen und darüber nachdenken in die katholische Kirche einzutreten.“ Soll heißen: Die Teilnehmer, bei denen im Kursverlauf eine entsprechende Entscheidung reift, können sich in der Osternacht taufen oder firmen lassen. „Sie können sich ebenso dagegen aussprechen“, erklärt Bank. „Es geht um den persönlichen Prozess, der begleitet wird durch eine Auseinandersetzung mit den Fundamenten des Glaubens.“ Etwa drei Viertel der Teilnehmenden aus den vergangenen Glaubenskursen haben sich taufen oder in die Kirche aufnehmen lassen.