Jugendliche in ihrer Lebenswelt erreichen

Jugendinitiative „HotSpots“ kommt vom 20. bis 29. August nach Göttingen

„HotSpots – spirit and life“ – so heißt die Jugendinitiative des Bistums Hildesheim, die seit einigen Monaten durch alle katholischen Kirchenregionen der Diözese zwischen Harz und Meer tourt. Vom 20. bis 29. August ist sie auch in Göttingen im Kirchenzentrum St. Heinrich und Kunigunde zu Gast.

Göttingen (kpg) - „Die Grundidee ist folgende: Wir wollen nicht nur in der Kirche bleiben, sondern ganz bewusst uns in die Welt der Jugendlichen begeben und sie dort ansprechen wo sie sind, wo sie leben, wo sie arbeiten und lernen“, sagt der Jugendseelsorger des Bistums Hildesheim, Pfarrer Martin Wilk. Denn dass Jugendliche sich ansprechen lassen und religiösen Themen durchaus aufgeschlossen gegenüber stehen, hat Wilk in den vergangenen Monaten in den verschiedenen Dekanaten des Bistums immer wieder erlebt. Allerdings müsse man dazu die Sprache der Jugendlichen sprechen und ihr Lebensgefühl treffen. Denn: „Die Zeit, in der sich aktive Jugendgruppen regelmäßig in den Pfarrheimen trafen, gehört in den meisten Gemeinden der Vergangenheit an. Und nach meiner Einschätzung werden wir dahin auch nicht zurückkehren“, so der Jugendseelsorger.

In diese Situation hinein wurde die Initiative „HotSpots“ geboren. Ein Team von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Fachbereichs Jugendpastoral geht für zehn Tage in jedes Dekanat, um dort mit Jugendlichen besondere Jugendtage zu veranstalten. Nur zwei Programmpunkte sind dabei immer gleich: Eine Kirche – in Göttingen St. Heinrich und Kunigunde in Grone – wird zu einer Jugendkirche umgestaltet und jeden Abend um 19 Uhr findet ein einfaches Abendgebet statt. Alle anderen Programmpunkte gestalten die Jugendlichen gemeinsam mit den Initiatoren.

In Göttingen beginnt das Programm am Freitag, 20. August, um 17 Uhr mit einer Andacht und einem „Speed-Dating“ zum Kennenlernen im Pfarrheim von St. Heinrich und Kunigunde, anschließend werden die Jugendlichen das Gotteshaus zur Jugendkirche umgestalten. Am Samstag wird es dann sportlich: Die Teilnehmer sind eingeladen zum Fußballturnier aller Kirchengemeinden. Anpfiff ist um 14 Uhr. Der Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einer Jugendmesse in Maria Frieden, am Abend erwartet die Jugendlichen ab 18 Uhr ein „Cocktail-, Film- und Singstar-Abend“ im Jugendhaus von St. Michael in der Kurzen Straße. Auch Diskussionsrunden und Vorträge stehen auf dem Programm: Militärseelsorger Pater Jonathan Goellner spricht am Sonntag, 22. August, um 17 Uhr über seine Erfahrungen in Afghanistan, Pastoralreferent Werner Hohmann am Montag, 23. August, über seine Arbeit als Gefängnisseelsorger. Gemeinsame Kochabende, eine Radtour zum Seeburger See mit Übernachtung sowie ein Open-Air-Kinobesuch runden das Programm ab. Die ganze Zeit über ist zudem in der Kirche St. Heinrich und Kunigunde die Ausstellung „GlaubensZone“ geöffnet. Den Abschlussgottesdienst feiern die „HotSpots“-Teilnehmer dann am Samstag, 28. August, um 19 Uhr, am Sonntag findet um 9 Uhr noch eine Morgenandacht statt.

Den Namen der Initiative „HotSpots“ hat Pfarrer Martin Wilk aus der Internetwelt übernommen: „Genau wie es diese Einwählpunkte ins Internet gibt, braucht es die auch für junge Menschen im Glauben: Punkte, Orte, an denen sich Jugendliche in das Netzwerk des Glaubens einwählen können.“ Auch Sigrid Nolte, Jugendbildungsreferentin des Dekanates Göttingen, hofft, dass die „HotSpots“ mehr sein werden als nur ein Strohfeuer: „Die Jugendlichen sollen erfahren, dass es Menschen gibt, die sich für Jugendliche in der Kirche stark machen, und dass es viele Angebote für sie gibt, die sie hoffentlich annehmen.“

Die Initiative „HotSpots“ gastiert vom 20. bis 29. August 2010 im Kirchenzentrum St. Heinrich und Kunigunde, St.-Heinrich-Str. 5. Das ganze Programm gibt es beim katholischen Jugendbüro, Kurze Straße 13a, Telefon 0551 / 47670 und im Internet: www.katholische-kirche-goettingen.de über den Button Jugend/HotSpots.
Weitere Informationen: www.jugend-hotspots.de