Ohne Kirche geht´s in der Kommune nicht

Bischof Norbert Trelle beginnt Pastoralbesuch im Dekanat Göttingen

Göttingen (kpg) – Zum Auftakt seines Pastoralbesuchs im Dekanat Göttingen hat gestern der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer besucht. Abends feierte Bischof Trelle einen Gottesdienst in St. Godehard und traf anschließend Ehrenamtliche der Kirchenregion bei einem Empfang im Kirchenzentrum St. Heinrich und Kunigunde, den der Dekanatspastoralrat ausrichtete.

In ihrem Gespräch betonten Bischof Trelle und Oberbürgermeister Meyer immer wieder die guten wechselseitigen Beziehungen zwischen Kommune und Kirche. „Die Kirche ist für diese Stadt unverzichtbar“, so Meyer und nannte als Beispiel die katholischen Schulen in Göttingen sowie das Nachbarschaftszentrum in Grone, das von den Kirchen mitgetragen wird – das andererseits aber ohne die finanzielle Unterstützung der Stadt in diesem Maße auch nicht möglich sei, wie Dechant Bernd Langer unterstrich, der den Bischof begleitete. Auch Trelle hob „die von den Menschen deutlich wahrgenommene Präsenz“ der Kirche in Sachen Bildung und Soziales hervor: „Wir wollen unseren Teil zum Wohl des Menschen beitragen“, so der Bischof.

Auch die umfassende Sanierung des Hildesheimer Doms war ein Thema des 45-minütigen Treffens. Dabei zeigte sich, dass Göttingens Oberbürgermeister auch ein guter Kenner Hildesheims ist: Als Schüler habe Meyer, der in Salzgitter geboren wurde, mit seiner Schulklasse regelmäßig den Dom und den Rosenstock besucht. „Wenn in ein paar Jahren die Renovierung abgeschlossen ist, dann wird der Dom ein richtiges Schmuckstück und ein Magnet für Kunstinteressierte“, versprach Trelle.

Der Besuch beim Göttinger Oberbürgermeister bildete den Auftakt einer mehrwöchigen Visite der katholischen Kirchenregion Göttingen. In deren Verlauf wird Bischof Trelle unter anderem den Vorstand der Göttinger Universitätsklinik sowie das Präsidium der Universität treffen. Des Weiteren stehen Besuche in der Polizeidirektion, der JVA Rosdorf, bei den Maltesern und den Feuerwehren auf dem Programm. Auch auf den interreligiösen Dialog legt der Bischof wert: So wird er in der Jüdischen Gemeinde genauso zu Gast sein wie in der Evangelischen Fakultät.

Den größten Teil seines Pastoralbesuchs aber bilden Gespräche mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Kirchenregion – mit den Priestern, Ordensleuten, Diakonen, den Krankenhaus- und Justizvollzugsseelsorgern, den Angestellten der katholischen Hochschulgemeinde und des Caritasverbands, den Pfarrsekretärinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendpastoral sowie der katholischen Schulen. Außerdem wird Bischof Trelle am Neujahrsempfang des Göttinger Pastoralrates teilnehmen und den 192 Firmbewerbern des Dekanates das Sakrament der Firmung spenden. Der Pastoralbesuch des Bischofs dauert bis Februar 2011.