Choralschola „cantando praedicare“ singt

Gregorianischer Choral im Dienst der Liturgie in St. Paulus

Dazu gehört das Meßproprium mit dem Gesang zum Eingang, den beiden Zwischengesängen, dem Gesang zur Gabenbereitung und zur Kommunion. Diese fünf Gesänge sind der Göttinger Choralschola „Cantando praedicare“ anvertraut, Kyrie, Gloria, Sanctus und Agnus Dei dagegen einem Vorsänger und der Gemeinde im Wechsel. Im Gotteslob sind sie als Choralmessen unter Lateinische Ordinarien zu finden (104-119).

Meßproprium vom 7. Sonntag im Jahreskreis (vor dem Vat. II 1. Sonntag nach Pfingsten)

In der Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes (in tua misericordia) und die Freude über sein Heilswirken (in salutari tuo) soll der Gesang zum Eingang die versammelte Gemeinde auf den Gottesdienst einstimmen.

Im Gesang nach der Lesung wird die Bitte wiederholt: Erbarme dich meiner. heile meine Seele (sana animam meam), denn gesündigt habe ich gegen dich. Selig, heißt es weiter, soll der sein, der mit den Armen und Elenden mitfühlt. Der Herr wird ihn befreien am Tag der Bedrängnis (liberabit in die mala). Und es folgen im Alleluja und im Gesang zur Gabenbereitung die Bitten, Gott möge die Worte des Gebetes erhören (percipe, intellege, intende).

Verkünden will ich (narrabo) alle deine Wunder, mich freuen und deinem Namen (deinem Wesen), Höchster, lobsingen (psallam)Psallam bedeutetIm Tempel will ich es tun, öffentlich vor dem Volk, bekennen, warum ich Gott aus persönlicher Erfahrung heraus lobe. Im Empfang der Heiligen Gaben geschieht wohl das größte Wunder. Wem sollen wir davon erzählen?

Dieser Gesang zur Kommunion gehört zu den Glanzstücken des gregorianischen Meßrepertoires, weil er die vom Wort her geprägte Gesangskultur des Gregregorianischen Chorals exemplarisch unter Beweis stellt.

Dr. Johanna Grüger

Links zum Thema

Choralschola „cantando praedicare“

Termin
24.02.2019, 09:30 Uhr
Ort
St. Paulus
Wilhelm-Weber-Straße 15
37073 Göttingen