Konzertreihe SAITENWECHSEL

LA FOLLIA - Musikalische Verrücktheiten des Barock

Was heute das Blues-Schema ist, war in der Musik des 15. bis 18. Jahrhunderts die Follia, ein Tanz mit einer Bassfigur und einer bestimmten Harmoniefolge, die sich immer und immer wiederholend, jeden schöpferischen Musiker zu Improvisationen und Kompositionen reizte. Die Follia kam im 15. Jahrhundert von Portugal nach Spanien und von dort auch nach Frankreich und Italien. Er war, wie sein Name schon andeutet (italienisch Follia oder französisch Folie bedeutet Verrücktheit, Tollheit) ein wilder Tanz der Hirten oder Bauern. Seiner Wildheit, Schnelligkeit, Lautheit und Sinnlichkeit wegen wurde er einerseits immer wieder verboten, andererseits aber bei Feierlichkeiten - auch am Hof - gerne gehört und getanzt.

Britta Hauenschild - Traversflöte
Andreas Düker - Theorbe/Barockgitarre

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Termin
26.09.2021
Ort
St. Paulus, Göttingen
Wilhelm-Weber-Straße 15
37073 Göttingen