Was gefällt mir an meinem Glauben?
Veranstaltung in der khg
Unter dem Motto „Waaaas! Du bist katholisch? Warum (nicht) jede Frage eine Antwort verdient“, stand am Donnerstagabend das Treffen in der katholischen Hochschulgemeinde Göttingen (khg).
Die Leitung des Abends übernahm Pater Martin Müller, Hochschulgeistlicher der khg. Zu Beginn des Abends, an dem zwölf Frauen und Männer aus acht Nationen und mit sechs verschiedenen Religionen teilnahmen, erläuterte er, wie das Thema des Abends entstanden ist. Denn eine Situation an der Universität, die sich später als Missverständnis herausstellte, führte dazu.
Um sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, arbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zweiergruppen Hierbei stand zunächst die Frage im Raum: „Was gefällt mir an meinem Glauben?“ Die Ergebnisse aus der Gruppenarbeit wurden anschließend dem Plenum vorgestellt. Hierbei zeigte sich, dass beispielsweise die Verbundenheit zu Gott, die Gemeinschaft mit anderen Gläubigen sowie Traditionen und Rituale Dinge sind, die positiv bewertet werden.
In einem zweiten Schritt ging es dann um die Dinge und Situationen, die für einen im Glauben schwierig sind. Dazu gehörten bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter anderem die Rolle der Frau in der Kirche, der Umgang mit queeren Menschen, die Frage, warum Gott Böses wie zum Beispiel Kriege zulässt, die fehlende Trennung zwischen Glauben und der Institution Kirche sowie die fehlende Akzeptanz des Glaubens in der Gesellschaft.
Pater Martin Müller ermutigte zum Abschluss der Veranstaltung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass es in Ordnung ist, auch Kritikpunkte an der Religion beziehungsweise der Kirche zu haben. „Wichtig ist, dass wir für das einstehen, was uns wichtig ist, und dass wir wissen, welche Themen für uns schwer sind“, sagte Müller. Er gab ihnen zudem mit auf den Weg, dass, wenn Kritik erfolge an der Religion beziehungsweise der Kirche, dies keine Kritik an der jeweiligen Person sei. Und falls dies doch einmal so sein sollte, dann sollte man das Gespräch mit dem Kritiker sofort unterbinden.
Vera Wölk, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit







