Spiritualität, Wissenschaft und Sozialarbeit


Jesuitenpater Matthias Kramm ist neuer Hochschulgeistlicher in Göttingen.

Die Katholische Hochschulgemeinde (khg) in Göttingen hat einen neuen Hochschulgeistlichen: Jesuitenpater Matthias Kramm zelebrierte am 2. November zum ersten Mal den khg-Gottesdienst in der Universitätskirche St. Nikolai.

 

Kramm wurde 1983 in Lindlar bei Köln geboren und hat drei Geschwister. Nach Abitur und Zivildienst fühlte er sich zum Priester berufen und suchte sich einen Orden. „Ich interessiere mich schon immer sehr für den Sinn des Lebens und mag das Gemeinschaftsleben“, erklärt er. Bei den Jesuiten sei er eingetreten, weil der Orden mit Spiritualität, Wissenschaft und Sozialarbeit eine Bandbreite abdecke, die er woanders nicht gefunden habe.

2003 begann er als Novize in Nürnberg,  anschließend studierte er Philosophie in München und arbeitete in einem Sozialprojekt in Mexiko. „Von den Leuten dort habe ich viel gelernt, etwa wie sie über Gerechtigkeit denken. Dabei spielt der soziale Aspekt des Evangeliums eine starke Rolle“, erzählt Kramm. In Mexiko verlaufe das Leben viel dynamischer.

Sein Theologiestudium absolvierte er in London, erst im vergangenen Oktober wurde Pater Kramm in Frankfurt am Main zum Priester geweiht. Neben seinen Aufgaben als Hochschulgeistlicher ist er Kaplan an der Göttinger Citykirche St. Michael. „Göttingen ist hochspannend mit den vielen Studierenden: Wie erleben sie

Kirche heute? Da entsteht viel Raum für Kreativität“, freut er sich auf

seine neuen Aufgaben.